Lesen & Hören
 Christliche Zeitschriften und Periodika
factum ist das derzeit beste regelmäßig erscheinende christliche Magazin. Mit intellektuellem Anspruch bezieht factum in den Kategorien Mensch, Natur, Glaube konsequent gegen den im sakulären, neomarxistischen, globalistischen, postmodernistischen oder antiisraelischen Gewand daherkommenden Zeitgeist Position und stellt ihm die Weltsicht eines biblisch fundierten Glaubens entgegen. factum erscheint 9mal pro Jahr im Schwengeler-Verlag, Berneck (Schweiz).

idea Spektrum ist das wöchentlich erscheinende christliche Nachrichtenmagazin der Nachrichtenagentur idea, die auf der theologischen Basis der Deutschen Evangelischen Allianz arbeitet. idea Spektrum berichtet umfassend aus evangelikaler Perspektive über Entwicklungen in der evangelikalen und allgemeinen Christenheit sowie in Gesellschaft und Politik. idea Spektrum bietet auch biblisch-christlichen Überzeugungen Raum und stellt sie ausführlich dar, bezieht aber leider keine Position gegen das zunehmende Eindringen postmodernistischer Überzeugungen in die evangelikale Szene.
 Christliche Zeitschriften
Das als Begleitmagazin erscheinende Tochtermagazin idealisten.net empfehle ich nicht, da es stark durch die Befindlichkeiten „postmoderner Christen“ sowie das Denken der emergenten Bewegung geprägt ist und beidem großen Raum einräumt.

pro Medienmagazin ist das Printmagazin des Christlichen Medienverbunds KEP (Konferenz evangelikaler Publizisten) und vertrat bis etwa 2010 eine klar bekenntnisorientierte evangelikale weltanschauliche Linie mit intellektuellem Anspruch sowie umfassenden und detaillierten Informationen. Dies gilt in vieler Hinsicht auch heute noch, jedoch setzten zu meinem Bedauern ab etwa 2010 auch spürbare weltanschauliche Verschiebungen ein, die sich seitdem im Tenor etlicher Artikel niederschlagen und vermehrt dem Gedankengut von Social Gospel und Emergenter Bewegung Rechnung tragen. Hierin spiegeln sich Veränderungen in der Redaktion wieder; u.a. gehört dem Redaktionsteam seit geraumer Zeit mit Anna Lutz eine bekennend emergente Redakteurin an. Daher empfehle ich das pro Medienmagazin derzeit nur bedingt.
Das als Beilage zu pro erscheinende Magazin israelnetz, das maßgeblich von Johannes Gerloff geprägt wird, empfehle ich hingegen uneingeschränkt.

Die Magazinfamilie des Bundes-Verlags

Der Bundes-Verlag, ursprünglich Hausverlag des BFeG und seit 2000 Teil der Stiftung Christliche Medien (SCM), ist der gegenwärtig mit Abstand größte Herausgeber christlicher Zeitschriften. Hinter dieser Entwicklung steht als Spiritus Rector der aus Cuxhaven stammende Ulrich Eggers, der die strategische Bedeutung eines christliche Zeitschriftenmarktes für die christliche Szene in Deutschland und ihre überregionale und übergemeindliche Vernetzung erkannte und seit 1990 reihenweise neue Sparten-Zeitschriftentitel schuf.

Neben den traditionellen FeG-Zeitschriften sowie dem seit 1978 erscheinenden PUNKT (später: dran bzw. DRAN/NEXT) entstanden so family (1992), AufAtmen (1995), teensmag (1995), Kläx (1996), JOYCE (2001), 55+ (2003, später: LebensLauf), Das HauskreisMagazin (2006) usw., wobei häufig Ulrich Eggers ein Projekt anschob und es dann, um für das nächste Projekt frei zu werden, in die Hand von Martin Gundlach und anderen Redakteuren legte.

Mehr als 15 Jahre war ich guter Abonnement-Kunde beim Bundes-Verlag, zumal mein Weg mit Jesus in einer FeG begann, und bestellte zunächst den PUNKT, als dessen Redaktion noch in der Catharinenstraße in Cuxhaven saß, bald darauf auch family und AufAtmen. Mit der sukzessiven Übergabe der beiden ersten Magazine von Ulrich Eggers an Martin Gundlach begann sich aber ihr Kurs allmählich zu ändern; sie wurden weltlicher und „liberaler“ und begannen, biblisch-christliche Positionen zu diskreditieren, was ich mir eine Zeitlang ansah, bis ich zuerst dran und dann auch family abbestellte.

Die dritte Zeitschrift AufAtmen schätzte ich anfangs sehr, da sie Brücken zwischen charismatischen und nichtcharismatischen Christen bauen wollte. Bald begann aber der Mystizismus immer weiteren Raum im Magazin einzunehmen, und schließlich bot AufAtmen der Emergenten Bewegung um Tobias Faix eine breite Veröffentlichungsplattform für ihr postmodernistisches emergente Gedankengut. Daraufhin kündigte ich auch dieses Abonnement und bin, nachdem ich noch einen Versuch mit dem HauskreisMagazin unternommen habe, nunmehr überzeugter Ex-Kunde des Bundes-Verlags.

Emergente Magazine

Typisch emergente Magazine, die der emergenten Bewegung in Deutschland nahestehen oder aus ihr hervorgegangen sind, sind das unregelmäßig erscheinende FROH!-Magazin des Kölner motoki-Kollektivs sowie oora (ehemals THE RACE), das aber die Print-Ausgabe eingestellt hat und nur noch als Online-Magazin existiert.

Eine Auflistung aller deutschsprachigen christlichen Zeitschriften findet sich bei Wikipedia.


Stand der Informationen: 12. April 2016


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