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Eine historische und biblische Analyse der modernen Glaubensbewegung
Das Buch ist eine erweiterte und aktualisierte Version der theologischen Magister-Arbeit
von D. R. McConnell an der Oral-Roberts-University in Tulsa, Oklahoma (USA).
D. R. McConnell, entschiedener und charismatisch(!) orientierter Christ, analysiert in
diesem Buch Herkunft und Lehre der sogenannten "Glaubensbewegung" ("Faith
Movement"), als deren Gründer und Vaterfigur weithin Kenneth Hagin (1917-2003) gilt.
Nachdem McConnell sich in der Einleitung anhand von Galater 1,6-9 damit auseinandersetzt,
was es bedeutet, jemandem die Verkündigung eines "anderen Evangeliums" vorzuwerfen,
beschäftigt er sich im ersten Teil mit Herkunft und Geschichte der Glaubensbewegung.
Er weist nach, daß die Glaubensbewegung ihren Ursprung nicht in der Pfingstbewegung hat,
sondern benennt Essek William Kenyon (1867-1948) als ihren wirklichen Urheber, weist die Herkunft
eines wesentlichen Teils von Kenneth Hagins Schrifttum von E. W. Kenyon durch direkte
Gegenüberstellung längerer zusammenhängender Passagen nach (was K. Hagin
vehement bestritt und sagte, daß er
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einiges von seiner Lehre direkt von Jesus empfangen hätte)
und untersucht die Entstehung von Kenyons Lehre im Umfeld von Christlicher Wissenschaft
(Mary Baker Eddy), Neuem Denken und Unity School.
Es folgt eine Skizze der Biographie Kenneth Hagins und seines Dienstes, eine Beschreibung des
Einflusses zeitlich parallel laufender Entwicklungen in der Christenheit nach dem Zweiten Weltkrieg
auf Kenneth Hagin sowie eine Beschreibung des
Beginns und der Entwicklung der "Glaubensdenomination" und der Rolle Kenneth Hagins,
Kenneth Copelands und anderer führender Personen in ihr bis hin zum Auftreten einiger
tragischer Todesfälle aufgrund der Anwendung der Lehren der Glaubensbewegung und zum Vordringen
der "Glaubenstheologie" in Teile der charismatischen Bewegung hinein bis zur Auslösung der
"Glaubenskontroverse" ab etwa 1980, als Prof. Charles Farah von der Oral-Roberts-University
die "Glaubenstheologie" als Irrlehre klassifizierte.
Im zweiten Teil des Buchs betrachtet D. R. McConnell die einzelnen theologischen Aspekte der
"Glaubenstheologie" von der Bibel her und weist ihren häretischen Charakter nach.
Nach und nach behandelt er die Lehre von der Offenbarungserkenntnis und der Leugnung der physischen
Realität, die "Jesus starb geistlich"-Lehre und die Lehre von der "Identifikation",
die Lehre vom "Glauben an den eigenen Glauben", vom "Blankoscheck bei Gott"
und vom "positiven Bekennen", die "Wir sind Christus"-Lehre sowie das
Gesundheits- und Wohlstandsevangelium. Er zeigt auch, wo vertraut klingende Begriffe benutzt
und mit einem ganz anderen, unbiblischen Inhalt gefüllt werden.
Nach einer kurzen Zusammenfassung schließt D. R. McConnell mit einer Aufforderung an die
charismatische Bewegung, Pfingstbewegung und die Evangelikalen, die "Glaubenstheologie"
als "ein anderes Evangelium" zu erkennen und auszugrenzen, zumal sie von den
Leitern, die am von Kenneth Hagin gegründeten "Rhema Bible Training Center" in
Tulsa, Oklahoma (USA), ausgebildet worden sind wie z.B. Ulf Ekman von "Livets Ord" in Uppsala
(Schweden), durch ihre Netzwerke, Konferenzen, Medien und Auftritte als Gastprediger in diese
Bewegungen hinein weiterverbreitet wird.
Die Bedeutung und das Verdienst dieses Buches liegen darin, daß der Autor klar die Herkunft
des Wohlstandsevangeliums und verwandter Lehren nachweist und als Charismatiker die häretischen
Elemente der dahinterstehenden "Glaubenstheologie" biblisch treffend und sauber analysiert
und benennt, ohne alles undifferenziert in einen Topf zu werfen. Wer schon immer angesichts der
Lehren der Glaubenstheologie ein merkwürdiges Gefühl hatte, aber die Irrtümer nicht
genau benennen konnte, erhält in diesem Buch eine fundierte Antwort.
Es handelt sich bei diesen Lehren eben nicht um eine "amerikanische Form des
Christseins", um "die Art, wie eben extreme Charismatiker glauben", eine "kulturelle
Prägung" oder eine "Frage des Naturells", sondern - um Irrlehre.
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