Zeitgeschehen geistlich gesehen
 Mißachten wir Deutsche die uns von Gott durch die jüngere Geschichte erteilten Lektionen?

Ein geistliches Fazit der Nachkriegsgeschichte Deutschlands

Gott hatte dem deutschen Volk insbesondere durch den zweiten Weltkrieg für seine Selbstherrlichkeit und Gottlosigkeit eine Lektion erteilt. Deutschland hat im Kern diese Lektion nicht gelernt. Die Chancen für einen neuen geistlichen Aufbruch nach dem zweiten Weltkrieg wurden weithin nicht genutzt. Nach dem "Wirtschaftswunder" der 50er- und 60er-Jahre ließ man sich von den Ideologien der 68er-Bewegung blenden und in eine falsche Freiheit, eine falsche Bequemlichkeit und ein falsches Verständnis von Liebe führen.

Aufgrund eines fehlgeleiteten Verständnisses von Freiheit wurden Ehe und Familie als Grundlage persönlichen und gesellschaftlichen Wohlergehens zum Objekt einer systematischen ideologischen Zerstörung gemacht, an der die "kritische Theorie" der "Frankfurter Schule" (Horkheimer, Adorno, Habermas) einen wesentlichen Anteil hat. Menschen, insbesondere Frauen, wurden lächerlich gemacht, die sich durch persönliche aktive Elternschaft in die Zukunft der nächsten Generation investierten, anstatt "sich selbst zu verwirklichen". An ihre Stelle sollte durch Appellieren an eine falsche Bequemlichkeit weithin eine kollektive, "industrialisierte" Erziehung treten. In überheblicher Weise wurde die in der Gesellschaft vieler außereuropäischer Staaten gegenwärtige Erkenntnis, daß ohne ausreichende Kinderzahl auf Dauer kein persönliches und gesellschaftliches Wohlergehen möglich ist, abgetan mit dem Hinweis, daß in unserer Gesellschaft stattdessen die gesetzliche Rente und die staatlichen Sozialleistungen dies sicherstellen würden. Aufgrund eines falschen Verständnisses von Liebe unterließ man es, Kindern in einer positiven Autorität Grenzen zu setzen und sie anzuleiten, lebenswichtiges Handwerkszeug zu lernen. Aufgrund eines egoistischen Denkens wird die - auch auf Gebet vieler treuer Christen hin - als unverdientes Gottesgeschenk erhaltene staatliche Einheit Deutschlands von zahlreichen Menschen mit ausgeprägter Undankbarkeit aufgenommen, die die sozialen Standards des westlichen Teils Deutschlands nicht als Geschenk, sondern als ihr persönliches Eigentum und verbrieftes Recht betrachten.

Jedes Volk bekommt die Regierung und die gesellschaftlichen Verhältnisse, die es verdient?! Ja und Nein. Immer wieder hat Gott in verschiedensten Situationen auf die Fürbitte seiner Kinder und ihres klaren Zeugnisses in Wort und Leben hin eingegriffen, so daß eine deutliche Veränderung der gesellschaftlichen Lage eintrat und Unheil abgewendet wurde. Umso tragischer ist es, daß Gottes Volk in Deutschland weithin am Boden liegt und sich dieser Welt durch das bewußte oder unbewußte Aufsaugen ihrer Ideologien und Philosophien gleichzustellen droht, anstatt in der Öffentlichkeit mutig zu seinem Gott und Herrn zu stehen, die Philosophien mit Seinem Wort zu konfrontieren, sowie nicht zu schweigen und in Fürbitte für unsere Gesellschaft einzutreten, wenn sie sich wieder einen Schritt von Gott entfernt und entgegen Gottes Wort Gesetze zu ihrem eigenen Schaden beschließt.

Wir, die wir zu Gottes Volk gehören, haben hier unsere spezielle Lektion zu lernen. Wir müssen neu entdecken, was der Herr zu unserer gesellschaftlichen Situation und ihren Hintergründen sagt, uns mit seiner Sicht identifizieren, ihn selbst suchen. Dann haben wir die Chance, einen geistlichen Aufbruch unter uns zu erleben, der zu einer deutlichen Veränderung im Land führt:

"Wenn mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, daß sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen." (2.Chronik 7,14)

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