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Eine Dokumentation über evangelikale Pfarrer und die bibeltreuen Christen in der Volkskirche
Rudolf Möckel und Wolfgang Nestvogel, beide Gemeindepastoren in der Ev.-luth. Kirche und engagiert
in der Bekenntnisbewegung "Kein anderes Evangelium", haben mit diesem Buch eine Dokumentation
vorgelegt, die jedem, der sich noch nicht mit der wahren geistlichen Situation in weiten Teilen der
Volkskirche, namentlich der mittleren und oberen Kirchenleitungen, und mit dem schweren Stand, den
bekennende Christen vielfach in ihr haben, vertraut gemacht hat, die Augen öffnen wird.
In einem einleitenden Abschnitt wird die Stellung weiter Teile der evangelischen Kirche und ihrer
leitenden Gremien und öffentlichkeitswirksam sich äußernden Funktionsträger
zu Bibel und Bekenntnis beleuchtet. Nahezu alles ist möglich im pluralen Meinungsmarkt der Toleranz und
der Beliebigkeiten in der Volkskirche, obwohl jeder Pastor in der Volkskirche formal auf Bibel und
verpflichtet worden ist (während meiner Schulzeit in Cuxhaven-Ritzebüttel hatte ich einen
Pastor und Religionslehrer, der die Jungfrauengeburt und die Gottessohnschaft Jesu offen leugnete) - wenn
aber ein Pastor diese Verpflichtung ernstnimmt und gemäß der
Bibel Jesus als einzige Wahrheit verkündigt, droht ihm Ungemach.
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Im Hauptteil des Buchs wird die Geschichte von drei Fällen aus der Zeit um 1990 nachgezeichnet,
in denen blühende missionarische Gemeindeaufbauarbeiten durch das Herausdrängen der
jeweiligen bibeltreuen und evangelistisch aktiven Gemeindepastoren aus ihrem Amt vollständig
und nachhaltig zerschlagen worden sind. Es handelt sich dabei um die Arbeiten von Holger Bethge
in Gifhorn und Leiferde (östl. Niedersachsen), Gotthard Schade in Buchholz-Sprötze (Nordheide,
südl. Hamburger Umland), sowie Roland Reuter in Moers-Utfort (nördl. Rheinland).
Auch das auffallend Gemeinsame aller drei Fälle wird herausgearbeitet: Die gesegnete missionarische
Gemeindeaufbauarbeit, die auch vom jeweiligen Kirchenvorstand mitgetragen wurde und zu signifikant
steigendem Gottesdienstbesuch und Bekehrungen führte und auch über den Kreis der Kerngemeinde
hinaus bekannt wurde, rief den Widerstand einiger am Gemeindeleben praktisch nicht teilnehmender
Kirchenmitglieder, der Nachbarschaft oder lokaler Politiker hervor. Der Widerstandsgruppe gelang es,
über die lokalen Medien mit verzerrten Darstellungen und Fehlinformationen die Öffentlichkeit
gegen die missionarische Gemeindearbeit zu mobilisieren. Der massive öffentliche Druck oder
durch die Widerstandsgruppe erfolgreich eingeleitete Kirchenvorstandsneuwahlen, die zu einer Beseitigung
des die missionarische Gemeindearbeit mittragenden Kirchenvorstands führten, und die fehlende
Rückendeckung oder gar Angriffe durch die jeweilige Superintendentur führten zur Aufgabe oder
Abberufung des jeweiligen Gemeindepastors.
Abschließend stellen die Autoren Thesen zur missionarischen Gemeindearbeit in der Volkskirche und
zum Schutz derselben vor dem Zugriff von außen auf, die für alle bekennenden Christen wichtig
sind, die nicht nur als Einzelne in der Volkskirche bleiben wollen, sondern klar bibeltreue,
missionarische und lebendige Gemeinde leben wollen.
Ich empfehle das vorliegende Buch ohne Abstriche wärmstens zur Lektüre, auch wenn ich
als charismatisch orientierter Christ nicht der anticharismatischen Ausrichtung der Herausgeber
folge - sie ist nirgendwo Gegenstand dieses Buchs; ein bestimmtes Verständnis des Umgangs
mit den neutestamentlichen Geistesgaben wird dort weder behandelt noch vorausgesetzt.
Auch wenn dieses Buch bereits 1996 erschienen ist und die behandelten Begebenheiten schon
länger zurückliegen, hat es nichts von seiner Aktualität eingebüßt.
Namentlich im Bereich der Nordelbischen Ev.-Luth. Landeskirche droht es seit mehreren Jahren
an einigen Orten zu Situationen zu kommen, die mit den im Buch geschilderten Fällen
vergleichbar wären. Wo es aufgrund klarer bibeltreuer Verkündigung
zu einem missionarischen Aufbruch kommt und die Gottesdienste regelmäßig voll sind,
ist damit zu rechnen, daß die Kirchenleitung vorstellig wird, vor allem sobald sich in
nennenswerter Zahl Leute, die aufgrund des starren Parochialprinzips eigentlich nicht zu der
betreffenden Kirchengemeinde gehören können, umgemeinden lassen wollen.
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Weiteres zum Fall Gotthard Schade (Buchholz-Sprötze), aus einer persönlicheren
Perspektive, läßt sich auch meinem Blog-Posting zu diesem Thema entnehmen:
narjesus Blog: Sprötze-Erinnerungstreffen (30.06.2011)
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| ISBN |
Verlag |
| 3-7751-2467-5 (978-3-7751-2467-6) |
Hänssler-Verlag, Neuhausen / Stuttgart |
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| Erscheinungsform: |
Taschenbuch, Softcover, 152 Seiten |
| Erscheinungsjahr: |
1996 |
| Neupreis (2002): |
EUR 7,95 (aktuell auch für EUR 4,00 erhältlich) |
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