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17. April 2007, 01:00 - Jesus House - Noch eine Woche...

...dann geht's los! An über 700 Orte in Europa wird via Satellit die Zentralveranstaltung übertragen, und die kommt natürlich aus... HAMBURG!! Aus der Fischauktionshalle am Fischmarkt, beim HADAG-Anleger Altona. Alles ist bereit! Am 22. April gibt es um 11:00 Uhr einen allgemeinen öffentlichen Gottesdienst vor Ort (Predigt: Thies Hagge, Friedenskirche Hamburg-Jenfeld), und richtig los geht's am 24. April um 19:00 Uhr. Fünf energiegeladene Abende, ein Thema: Warum Jesus Christus in allen Lebensbereichen das Beste ist, was Dir überhaupt passieren kann. Das Event für Dich - einfach kommen und erleben!



01. April 2007, 03:15 - Jesus Revolution kommt nach Lüneburg!

In der zweiten Aprilhälfte kommt ein Team von Jesus Revolution nach Lüneburg. In Zusammenarbeit mit der Jugendgruppe unserer Lüneburger Schwestergemeinde sind, zusätzlich zu JesusHouse, diverse evangelistische Aktionen in der Stadt geplant.

Wegen des klaren und attraktiven evangelistischen Auftretens wird Jesus Revolution von denjenigen, die um das Primat der Aufklärung und des Säkularismus in unserer Gesellschaft fürchten, teilweise heftig angegriffen, insbesondere von den Mainstream-Medien, die sich immer wieder an der "extrem konservativen" Ausrichtung, dem wörtlichen Bibelverständnis und dem klaren Bekenntnis zur Bindung der Sexualität an die Ehe stören.



29. März 2007, 03:44 - Authentische Beziehungen: Die verlorene Kunst des Miteinanders

Vorgestern haben wir im Hauskreis eine Themenreihe begonnen, die an das Buch "Authentische Beziehungen" von Clay und Wayne Jacobsen angelehnt ist. Anliegen dieses erstklassigen Buches, das ich im vergangenen Jahr entdeckt habe, ist es, Beziehungen und Gemeinschaft - fundamentale Grö:ßen im Reich Gottes - durch die einfache Kraft eines an der Bibel und nicht an Konformität und Konventionen orientierten Miteinanders auf das Niveau des Neuen Testaments zu heben und dadurch das Potential der lebensverändernden Kraft der ersten Christenheit in unseren Gemeinden wirksam werden zu lassen. Beziehungsorientiertes Christsein lehren ist denn auch das Thema von Wayne Jacobsens Dienst LifeStream, auf dessen Website u.a. auf verwandte Literatur wie das auch in unserer Gemeinde benutzte Buch "Connecting" von Lawrence J. Crabb verwiesen wird.



24. März 2007, 02:16 - Ungeborene Kinder ⇒ /dev/null ?

Als ausgesprochener Nicht-Fan von Boulevardzeitungen tue ich mich mit der B.Z. etwas schwer - und doch gebührt ihr ein Dank dafür, am 15. März eines der Tabu-Themen der "modernen" deutschen Gesellschaft seitenfüllend auf ihrer Titelseite plaziert zu haben: die überbordende Zahl von Abtreibungen. Berlin erweist sich hier offenbar als trauriger Spitzenreiter: 25,6 % aller ungeborenen Kinder müssen dort vorzeitig sterben, weil sie den Egoismen anderer Beteiligter im Weg sind. Besonders erschütternd sind die Zeugnisse von Frauen, die nach einer Abtreibung beschlossen haben: Nie wieder!



24. März 2007, 00:28 - Yeshua Ha'Mashiach

Ein schönes Lied von Gary Sadler, von der CD "Jerusalem Alive" von Paul Wilbur:

You are crowned with many crowns - Yeshua Ha'Mashiach
Every heart will bow to the King of Israel
Our praise will be Your throne - Yeshua Ha'Mashiach
And all the world will know: You're the King of Israel
Lai lai lai lai, lai lai lai lai, lai lai lai lai lai lai lai...



23. März 2007, 23:58 - Starkes Wochenende von "Christen im Schuldienst" in Eutin

Am vergangenen Wochenende waren wir erstmals auf der Jahrestagung der Norddeutschen Lehrergemeinschaft (Christen im Schuldienst) im Seeschloß am Kellersee in Eutin-Fissau. Es war ein total gesegnetes Wochenende! Die Gründer und früheren Leiter des christlichen Lebenszentrums "Wörnersberger Anker", Günther und Ulla Schaible, ermutigten uns unter dem Thema "Das Gute weitergeben - Geistliche Väter und Mütter für die nächste Generation" (so auch der Titel eines Buchs von ihnen), eine Sicht dafür zu bekommen, durch Echtsein und gelebte biblische Orientierung als Mentoren für die nächste Generation bereit werden zu wollen - eine Botschaft, die absolut in die Mitte der Gemeinde Jesu gehört. Vielen Dank an Burkhard Lucka, dem Leiter und Organisator der Tagung - es war super!

Ich hoffe, daß sich die Lehrerermutigungstreffen aus Baden-Württemberg auch hier bei uns in Norddeutschland durchsetzen und daß christliche Lehrer, egal ob sie an einer christlichen oder an einer staatlichen Schule arbeiten, in einem noch viel stärkeren Maße als bisher die Notwendigkeit erkennen, sich miteinander zu vernetzen und zusammenzustehen und auch pädagogische Konzepte konsequent am Wort Gottes auszurichten.



23. März 2007, 23:30 - Mehr Juden in Israel glauben an Jesus

Mal wieder etwas Erfreuliches: Nach einer Meldung von idea auf dem Schweizer Christenportal livenet.ch glauben in Israel immer mehr Juden an Jesus Christus als Messias. Die Zahl messianischer Gemeinden ist in den vergangenen 25 Jahren auf rund 110 mit etwa 10000 Mitgliedern gestiegen, so der Gründer und Leiter der messianischen Gemeinde Beit Asaph in Nethanya, Pastor Evan Thomas. Einige Gemeinden haben inzwischen bereits mehr als 500 Mitglieder.



22. März 2007, 03:40 - "Neue Caritas": Bekennende Christen als "Forschungsobjekte"

Schon das bloße Vorhandensein einer nichtverschwindenden Zahl bekennender Christen löst bei einigen Gruppen der extremen oder - wie sie sich selbst nennen - "radikalen" bzw. "emanzipatorischen Linken" erhebliches Kopfzerbrechen aus.

So rief eine Gruppe linksextremer Berliner im Januar 2006 auf blogsport.de (wie x-berg.de ein Server der linksradikalen bis linksextremen Szene in Berlin) das Blog-Projekt "Neue Caritas" (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Zeitschrift der Caritas) ins Leben, auf das ich erstmals im Mai 2006 gestoßen bin. Als ich die Selbstbeschreibung der "Neuen Caritas" las, fühlte ich mich im ersten Augenblick wie ein Tier im "Christen-Zoo", dessen Verhalten die "Zoologen" der "Neuen Caritas" erforschen wollen - die "Neue Caritas" gab sich nämlich den Beinamen "groupe pour les recherches sur le fondamentalisme chrétien". Die französische Sprache dürfte dabei nicht zufällig gewählt worden sein, sondern gibt dem Ganzen einen leichten elitären Touch und dürfte eine Reverenz an dasjenige der bedeutenden europäischen Staatswesen sein, das die Ausschaltung bestimmter, als Religion klassifizierter Weltanschauungen aus dem öffentlichen Leben in den Verfassungsrang erhoben hat: an den französischen Staat und seinen Laizismus.

Es ist müßig, nun großartig die Berechtigung des Begriffs "christlicher Fundamentalismus" zu diskutieren. Das Entscheidende ist: Wir, die bekennende Christenheit in Deutschland, sind hier gemeint. Und das ist das Vorhaben, mit dem die Gruppe "Neue Caritas" antrat:

"Wir beschäftigen uns mit dem christlichen Fundamentalismus, vorrangig in Deutschland, und wollen zuerst einige grundlegende Fragen (Was ist das? Wieviel Einfluss hat Fundamentalismus? Was kann aus seinem Vorkommen geschlossen werden?) klären. Vielleicht schaffen wir es auf diesem Wege eine aktuelle Beschäftigung mit Religionskritik zu ermöglichen. Mehr unter About."

Unter "About" wird dann auch klar, daß es um die bekennende Christenheit in Deutschland in ihrer gesamten Breite geht (die z.T. sachlich falschen Erläuterungen habe ich weggelassen):

"2006 finden in Berlin mindestens drei größere Veranstaltungen fundamentalistisch-christlicher Gruppen statt:
  • 40 Tage Beten und Fasten für unser Land. [...] (07.03 - 16.04)
  • Calling All Nations: Global Gathering. [...] (15.07)
  • Gemeinde und Israel - Zumutung oder Auftrag? [...] (09.11)
Uns irritiert dies. Wir wissen, dass die Veranstaltungen und die organisierenden Gruppen zu kritisieren sind. Wie wissen nur nicht genau, wieso und wie. Von einem linken Standpunkt aus wollen wir uns deshalb eine Kritik des christlichen Fundamentalismus annähern."

Woher diese Irritationen rühren, wird beim Weiterlesen deutlich. Ganz richtig bemerken die Autoren, daß sich angesichts des real existierenden lebendigen Christseins die gewohnten Erklärungsansätze aus dem linksextremen Spektrum wie die Klassifizierung als "religiöser Wahn", "Durchgeknallte" oder das klassisch-marxistische "Religion ist Opium für das Volk" als falsch erweisen. Bemerkenswert ist folgender Satz: "Wir müssen immerhin ernst nehmen, dass sie glauben, was sie sagen - auch wenn wir es absurd finden." Auch wenn dies dann im folgenden vielfach nicht durchgehalten wird, zeigt doch vor allem dieser Satz, wie sehr das materialistisch-naturalistische Weltbild der Autoren aufs Äußerste herausgefordert ist und wie wenig die Autoren mit der Attraktivität, der durchaus vorhandenen missionarischen Wirksamkeit, dem Organisationsgrad und dem öffentlichen Auftreten der bekennenden Christenheit klarkommen. Sie schreiben weiter:

"Ein Ziel unserer Arbeit ist, auch falls wir selber zu keinen abschließenden Ergebnissen kommen werden, eine Debatte für eine moderne Religionskritik anzustoßen. Christlichen Fundamentalismus verstehen wir als eine Reaktion auf die aktuelle Gesellschaft, insoweit muss auch eine Kritik dieser im Kontext der heutigen Gesellschaft gebildet werden [...]"

Mit dieser Fehlinterpretation des christlichen Glaubens, die dem materialistisch-naturalistischen Weltbild der radikalen Linken geschuldet sein dürfte, ist das Projekt "Neue Caritas" in dieser Zielsetzung schon gescheitert, bevor es richtig beginnt. Bekennendes Christsein ist nie Reaktion auf die aktuelle Gesellschaft, sondern ist Reaktion auf die im Kreuzestod Jesu kulminierende rettende Liebe Gottes zu einer Menschheit, die autonom von ihrem Schöpfer leben möchte und damit verloren ist, weil sie aus sich selbst heraus nicht den Maßstäben des Schöpfers genügen kann (Römer 3,22b-23). Bekennendes Christsein ruft aber mit Petrus in diese Gesellschaft hinein: "Laßt euch retten aus dieser verkehrt lebenden und nach verkehrten Maßstäben handelnden Gesellschaft!" (Apostelgeschichte 2,40)

Bemerkenswert ist, daß es den Autoren auch unter Zuhilfenahme externer Quellen nicht gelingt, ihren Untersuchungsgegenstand hinreichend zu definieren, geschweige denn genau darzulegen, welche Punkte am bekennenden Christsein so verwerflich sein sollen. Auch das weitere Material ist über weite Strecken eher dürftig. Von den drei erwähnten Veranstaltungen, die oben als erster Kristallisationspunkt des Themas dienten, finden die ersten beiden im Blog keine weitere Erwähnung mehr. Schließlich bleiben drei nennenswerte Themenbereiche, die näher zu betrachten sind: Die Sicht über das Gebet, das Thema Lebensrecht und die Israelkonferenz.

Beim Thema Gebet wird deutlich, wie sehr die Autoren in ihrem materialistisch-naturalistischen Weltbild gefangen sind. Ihr Weltbild verwehrt ihnen, die Existenz der unsichtbaren Welt und geistlicher Realitäten zu erkennen und anzuerkennen, so daß sie Gebet nur als sinnfreies Ritual, nutzlose Ersatzhandlung, "Opium der Unterdrückten" oder bestenfalls als gegenseitigen Mutzuspruch deuten können. Aber Gebet ist eben nicht "die köstlichste Nutzlosigkeit" eines Fulbert Steffensky, sondern Reden mit dem König und Herrn des Universums, ja Teilhabe an der Regentschaft Jesu, in dem wir "eingesetzt sind im Himmel", und hat reale Auswirkungen, sowohl in der unsichtbaren als auch in der sichtbaren Welt, die bis hin zur Erweckung ganzer Landstriche und zu gesellschaftsrelevanter Veränderungen im Denken und Handeln ganzer Nationen reichen.

Den breitesten Raum nimmt das Thema Lebensrecht und Abtreibung ein. Bei der Kritik der Autoren an Demonstrationen christlicher Lebensrechtsgruppen und den Gegendemonstrationsaufrufen wird reichlich von Vokabeln wie "sexistisch", "selbstbestimmte Geburtenkontrolle", "Antifeminismus bekämpfen" u.ä. Gebrauch gemacht. Nicht einmal im Ansatz ist der Gedanke vorhanden, daß ungeborene Kinder ein eigenes Recht auf Leben haben könnten. Die benutzte Terminologie zeigt aber noch mehr: Hier werden ungeborene Kinder, also Menschen, sinnlos der Etablierung einer menschenverachtenden Ideologie geopfert, die sich verzweifelt an der totalen Entkopplung von Sexualität, Beziehungen und Kinderkriegen versucht, um dadurch den "neuen Einheitsmenschen" der "totalen Gleichheit" zu schaffen.

Der letzte nennenswerte Themenbereich betrifft die eingangs erwähnte Israelkonferenz, gegen die die "Neue Caritas" ursprünglich "mobilisieren", d.h. sie mit "Aktionen" stören wollte. Das dahinterstehende Vorhaben, die Israelsolidarität bekennender Christen als "falsche Solidarität" oder als "verkappten Antisemitismus" darzustellen, muß aufgrund der wiederum zugrundeliegenden Fehlinterpretationen, Mißverständnisse und Desinformationen mißlingen:
  • Zunächst einmal existiert entgegen der falschen Auffassung der "Neuen Caritas", daß der Begriff "Jude" ausschließlich die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft bezeichne, tatsächlich ein jüdisches Volk, ein Volk Israel als echte Ethnie, zu der man durch Geburt oder durch Beitritt gehört, und der man auch dann weiter angehört, wenn man die kultisch-religiöse Gemeinschaft des Judentums verlassen hat (es sei denn, man will sich explizit als Angehöriger eines anderen Volkes verstehen und löst sich vom Volk Israel). In diesem Sinne sind die überaus zahlreichen atheistisch orientierten israelischen Staatsbürger jüdischer Abstammung und die meist atheistisch orientierten jüdischen Auswanderer aus Osteuropa selbstverständlich weiterhin ethnische Juden. Auch hörten die vielen von Jahwe abgefallenen Bewohner des Reiches Juda im siebten vorchristlichen Jahrhundert natürlich nicht plötzlich auf, ethnische Angehörige des jüdischen Volkes zu sein. Ebenso blieben die Christen Paulus (Stamm Benjamin; Römer 11,1), Petrus und das Ehepaar Aquila und Priszilla weiterhin ethnische Juden - eben deshalb wurden ja letztere von Kaiser Claudius aus Rom vertrieben (Apostelgeschichte 18,2). Auch unsere Glaubensgeschwister in den messianisch-jüdischen Gemeinden sind selbstverständlich weiterhin ethnische Juden. Diese Beispiele zeigen, daß die Zugehörigkeit zum jüdischen Volk und die Zugehörigkeit zur kultisch-religiösen Gemeinschaft des Judentums voneinander zu unterscheiden sind, und vor allem, daß Bekehrungen zu Jesus per definitionem keine Gefahr für die Existenz des Volkes Israel sein können. Hier einen Antisemitismus oder gar die Fortsetzung der Shoah mit anderen Mitteln konstatieren zu wollen, ist nicht nur absurd und entbehrt jeglicher Grundlage, sondern stellt eine unglaubliche Diffamierung aller bekennenden Christen, insbesondere der messianischen Juden dar, die gegen eine derartige Diktion denn auch energisch protestieren.
  • Rassismus, also die Herabwürdigung oder Verfolgung von Menschen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft oder Zugehörigkeit, ist der Bibel zutiefst fremd, denn er widerspricht fundamental dem Charakter des Gottes der Bibel und ist Rebellion gegen ihn. Wer Antisemitismus praktiziert, fährt einen Kurs direkter Konfrontation mit Gott, denn wer das Volk Israel antastet, tastet Gottes Augapfel an (Sacharja 2,12). Antisemiten paktieren mit Satan, der ein großes Interesse daran hat, das jüdische Volk zu zerstören, da es Gottes Volk ist und seine bloße Existenz bereits ein so mächtiges Zeugnis für den Gott der Bibel darstellt, daß auf die Aufforderung Friedrichs des Großen, einen Gottesbeweis zu nennen, einer seiner Generäle antworten konnte: "Majestät, die Juden!"
  • Die Solidarität und Liebe der bekennenden Christen zu Israel und dem jüdischen Volk ist echt. Sie ist unabhängig davon, ob sich Juden zu Jesus bekehren oder nicht. Aus der Enttäuschung heraus geborene (und sonstige) antijüdische Ausfälle, wie sie etwa Martin Luther zum Ende seines Lebens unterliefen, lehnen wir ab. Unser Vorbild ist die Liebe von Paulus zu seinem Volk (Römer 9,1-5; Römer 10,1-4). Sein Herz brannte für die Juden und für ihre Errettung.
  • Die christliche Eschatologie wird nicht korrekt dargestellt. Die Juden werden nicht "christianisiert" werden wie etwa die Norweger im Mittelalter, sondern Paulus schreibt, daß ganz Israel sich zu Jesus als Messias bekehren wird, wird, wenn die "Vollzahl aus den Heiden" bzw. Nationen ins Reich Gottes eingegangen sein wird (Römer 11,25-27), d.h. wenn in der Endphase der Weltgeschichte die Ernte für das Reich Gottes aus den nichtjüdischen Völkern eingebracht sein wird. Dieses Geschehen wird ein souveränes Wirken des Heiligen Geistes sein, das Menschen weder verhindern noch aus eigenem Antrieb oder gar mit Gewalt selbst herbeiführen können (dies wiederum ist im Rahmen einer materialistisch-naturalistischen Weltanschauung nicht verstehbar). Die Bekehrung der Juden ist auch nicht für unser Heil notwendig, denn Heil und Rettung ist in niemand anderem als in Jesus Christus allein (Apostelgeschichte 4,12)
  • Und da Heil und Rettung nur in Jesus Christus allein zu finden sind, sind Juden genauso über das Evangelium von Jesus Christus und die Notwendigkeit einer bewußten Entscheidung für ihn zu unterrichten wie die Deutschen, Franzosen, Inuit, Araber, Xhosa und Tibeter auch. Jeder Mensch hat das Recht, das Evangelium zu hören, denn Gott will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1.Timotheus 2,4); und das Bezeugen des Evangeliums gegenüber allen Menschen, egal ob sie gerade Muslime, Juden, Kommunisten, Agnostiker, Buddhisten, Humanisten, Nihilisten etc. sind, ist untrennbarer und unaufgebbarer Bestandteil bekennenden Christseins (Matthäus 28,20; Lukas 12,8-9).
Am 12.11.2006, unmittelbar nach der oben erwähnten Israelkonferenz, verkündet die "Neue Caritas" das Scheitern ihres Vorhabens:

"Wie gesagt, es hätte einiges zu tun gegeben für antifaschistische, religionskritische und auch einfache bürgerlich-demokratische Proteste und Kritik. Wir haben es aber unterlassen, uns länger damit zu beschäftigen. Und wir werden es ab jetzt als Projekt Neue Caritas auch vollständig unterlassen.[...]

Wir sind angetreten mit der Zielsetzung, eine Kritik des christlichen Fundamentalismus zu formulieren und eine kritische Praxis gegen diese Bewegung zu initiieren. Doch innerhalb kurzer Zeit haben wir zwei Erfahrungen gemacht, die uns nun dazu führen, dieses Ziel heute als gescheitert zu betrachten.
Erstens ist diese Bewegung größer und aktiver, als wir angenommen hatten. Vor allem ist sie, wenn man genau hinschaut, stärker in der Gesellschaft verankert, als zu erwarten wäre. Das hängt damit zusammen, dass die aktiven Personen im normalen Alltag gar nicht auffallen. Deshalb ist eine Praxis gegen diese Bewegungen schwieriger als wir uns erhofft hatten. [...]
Der zweite Grund, warum wir aufhören wollen, uns vorrangig mit dem christlichen Fundamentalismus zu beschäftigen, ist die intellektuelle Dürftigkeit dieser Bewegung. Wir sind über die unglaubliche Dummheit der Argumentationslinien, Texte und Aktionen mehr und mehr nicht nur erschreckt, wir fühlen uns auch von ihr soweit abgestoßen, dass wir uns nicht weiter zwingen wollen, die Lektüre und Auseinandersetzung mit diesen fortzusetzen.[...]"

Nun wurde den Autoren die Angst um die Intaktheit ihrer ideologischen Sichtbegrenzer doch zu groß; am Ende wäre es womöglich noch gar zu einer Bekehrung zu Jesus Christus gekommen... Zu ihrer anschließenden Aufzählung dessen, was sie am bekennenden Christsein besonders nervt und sie als "intellektuelle Dürftigkeit" bezeichnen, sei noch gesagt:
  • Bekennende Christen haben kein Interesse, an etwas Unwahres oder Irreales zu glauben. Nur wenn Jesus tatsächlich, also nicht "kerygmatisch", sondern historisch-faktisch leiblich auferstanden ist, wird das Leben in Heiligkeit, Heilung und Befreiung möglich, von dem das Neue Testament freudig und kraftvoll zeugt. Wenn jemand der Nachweis gelänge, daß Jesus nicht auferstanden ist, dann wäre der christliche Glaube der größte Schwindel aller Zeiten und hätte sich augenblicklich erledigt (1. Korinther 15,12-20), dann könnten sofort alle Gemeinden sich auflösen und alle Kirchen schließen ( Warum Christen die Objektivität des christlichen Glaubens verteidigen).
  • Bekennendes, entschiedenes Christsein ist kein Hobby zur privaten seelischen Bebauchpinselung, sondern bedeutet, daß Jesus Christus im Zentrum unseres gesamten Denkens, Handelns und Lebens steht und Herr darüber ist. Und dies hat eine Konsequenz, die Peter Wenz so ausdrückte: "Gottes Wort ist Wahrheit in allen Lebensbereichen." Deshalb bringen wir als bekennende Christen alle Lebensbereiche mit Gottes Wort in Verbindung. Sein Wort ist der Masßstab, vor dessen Hintergrund wir alles Denken, Handeln und Leben betrachten, die Orientierung, die uns Theorien, Handlungen und Ereignisse einordnen hilft, und deshalb der Schlüssel zur Interpretation der Welt und des Zeitgeschehens. Es spricht die Wahrheit in die Welt hinein, es benennt das Böse und entreißt es seinem nebulösen Schutz, mit dem es sich selbst zu umgeben versucht, es deckt verborgene Motive und Bestrebungen auf und macht die wahre Natur von Ideologien sichtbar und deutbar. Und das, weil in der Bibel Gott selbst als Schöpfer des Lebens Basiswissen und Grundhandwerkszeug zum Verstehen des Menschseins und des Lebens in Beziehungen liefert, in der Privatsphäre und in der Öffentlichkeit. Gott möchte von uns Echtheit, Offenheit, Transparenz; kein Zerfall unseres Daseins in disjunkte Identitäten nach unseren verschiedenen Rollen, sondern eine Lebensführung aus einem Guß. Daher ist es widersinnig, von uns zu erwarten, in der Öffentlichkeit Überzeugungen zu vertreten, die von unseren an Jesus gebundenen Überzeugungen erheblich abweichen oder ihnen gar widersprechen, womit wir Jesus verleugnen würden (Matthäus 11,32-33). Daß dies nicht funktionieren wird, hat sogar Jürgen Habermas bemerkt, als er in einem Artikel für die Neue Zürcher Zeitung am 10.02.2007 die Frage stellte: "Darf der Staat diesen Bürgern eine Aufspaltung ihrer Existenz in öffentliche und private Anteile vorschreiben, beispielsweise durch die Verpflichtung, ihre Stellungnahmen in der politischen Öffentlichkeit nur mit nichtreligiösen Gründen zu rechtfertigen?" Insbesondere in einer Zeit, in der im öffentlichen Raum vertraute Begriffe wie beispielsweise Ehe und Familie im Zuge eines gigantischen "Neu-Sprechs" (auch Dekonstruktion genannt) in einem subtilen Prozeß gleichsam "entkernt" und mit völlig anderen Inhalten gefüllt werden, müssen wir in der gleichen Öffentlichkeit das in Europa jahrhundertelang akzeptierte biblische Verständnis dieser Begriffe entgegensetzen.
  • Die Bibel ist kein Geheimpapier, sondern richtet sich gerade an Menschen mit normaler Auffassungsgabe und ist von diesen auch klar verstehbar. Aussagen, die in der wörtlichen Interpretation im Kontext einen Sinn ergeben, wollen wörtlich verstanden werden; nur wo dies nicht der Fall ist, ist eine übertragene Bedeutung zu suchen. Gerade die Passagen, die über unsere Lebensführung reden, sind wörtlich klar und sinnvoll zu verstehen. Nicht, wer dieses wörtliche Verständnis bejaht, ist derjenige, der seine Überzeugung in diese Passagen hineinliest, sondern wer unter Preisgabe des wörtlichen Verständnisses gegen die in diesen Passagen beschriebenen Lebenskonzepte Gottes "anleben" will, meint, das Menschsein neu erfinden zu müssen, und dann eine exegetisch abstruse Interpretation zu konstruieren versucht, die dies rechtfertigt.
  • Daß wir als entschiedene Christen Jesus als Herrn unseres Lebens, ja Ihn als "der Weg, die Wahrheit und das Leben" (Johannes 14,6) bekennen, bedeutet auch, daß wir an der Herrschaft Jesu orientierte (d.h. Ihm untergeordnete) Diskurse führen. Das Dogma, daß ein sogenannter "herrschaftsfreier Diskurs" Voraussetzung für eine wertvolle Diskussion mit gültigen Ergebnissen ist, müssen wir zurückweisen. Zum einen sind Diskussionen auch dann wertvoll, wenn die Unverrückbarkeit der Standpunkte von Vornherein klar ist, nämlich um Struktur, Qualität und Tiefe der Argumentation der anderen Seite kennenzulernen (auch um die eigene Argumentation zu verbessern), und das in einer Atmosphäre des Respekts, die dem anderen das Recht, auf dem bisherigen Standpunkt zu beharren, auch dann läßt, wenn ihm das "goldene Argument" gerade nicht einfällt. Zum anderen besitzt jeder Mensch eine Weltanschauung und ist damit nicht herrschaftsfrei. Auch dem Konzept des "herrschaftsfreien Diskurses" selbst liegt bereits eine bestimmte Weltanschauung zugrunde, nämlich ein Werte- und Wahrheitsrelativismus, der mit dem Herrschaftsanspruch Jesu nicht zu vereinbaren ist - und der nicht so sehr die Richtigkeit oder die Qualität von Argumenten im Blick hat, sondern stattdessen den Sieg der druckvolleren Argumentationstechnik fördert. Gerade die extreme Linke versucht wiederholt, durch pejorative Argumentationstechniken unter dem Gewand des "herrschaftsfreien Diskurses" Andersdenkende zum Schweigen zu bringen. Außerdem weisen wir die Vorstellung, mit einem Diskurs Realität erzeugen zu können, zurück. Das Wort Gottes, das echte Realität beschreibt und offenlegt, enttarnt diese Art von "Realität" als Schein-Realität.
"Deshalb stellen wir zumindest dieses Blog vorerst ein."

...wenn keine Aussicht besteht, daß sich die Qualität der Beiträge der "Neue Caritas"-Autoren substantiell verbessert, bleibt mir als Kommentar an dieser Stelle nur, den Ausspruch eines sehr bekannten Berliner Politikers aufzugreifen: "...und das ist auch gut so!"



13. März 2007, 03:33 - Karlheinz Deschner, Giordano-Bruno-Stiftung und "postfamiliale Familie"

Der eine oder andere wird ihn kennen: Karlheinz Deschner, Buchautor und einer der profiliertesten Feinde (so seine Selbstbezeichnung) des Christentums in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts. Sein mehrbändiges literarisches Hauptwerk "Kriminalgeschichte des Christentums", dem als Motiv die persönliche Abrechnung des Autors mit dem christlichen Glauben zugrundeliegt, dürfte ebenfalls der eine oder andere kennen, ohne daß es bisher eine nennenswerte Breitenwirkung entfaltet hat. Diese Situation erfuhr eine bemerkenswerte Wendung im Jahre 2004, dem 80. Geburtsjahr Deschners, die nicht jedem bekannt sein dürfte. In diesem Jahr rief Deschners Mäzen, der Unternehmer Herbert Steffen, mit dem Philosophen und Erziehungswissenschaftler Michael Schmidt-Salomon die "Giordano-Bruno-Stiftung" ins Leben, die sich die Pflege und Fortführung des Lebenswerks Deschners zur Aufgabe gemacht hat, aber darüber hinaus klar mit dem Anspruch einer wissenschaftlichen Einrichtung zur Prägung unserer Gesellschaft auftritt und auch in anderer Weise als Deschner selbst wahrgenommen wird - und an diesem Punkt wird diese Entwicklung auch für uns als bekennende Christen relevant.

Die Giordano-Bruno-Stiftung stellt auf ihrer Website fest: "Während wir technologisch im 21. Jahrhundert stehen, sind unsere Weltbilder mehrheitlich noch von Jahrtausende alten Legenden geprägt. Diese Kombination von höchstem technischen Know-how und naivstem Kinderglauben könnte auf Dauer fatale Konsequenzen für unsere Spezies haben. Wir verhalten uns wie Fünfjährige, denen die Verantwortung über einen Jumbojet übertragen wurde".

Es ist klar, worauf Stiftungs-Vorstandssprecher Schmidt-Salomon hier anspielt: Trotz aller Marginalisierung des christlichen Glaubens im Namen von Aufklärung und Säkularisierung sind christlicher Ursprung und Fundierung ("Jahrtausende alte Legenden", "naivster Kinderglaube") von Menschenbild und Ethik in unserer Gesellschaft immer noch erkennbar - und das hält er für gesellschaftlich verantwortungslos und nicht einfach nur für überholt, wie es in Rudolf Bultmanns ähnlich klingendem Satz "Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen [...] und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben" aus dem Jahre 1941 zum Ausdruck kommt. Ziel der Stiftung ist es daher, die "Grundzüge eines naturalistischen Weltbildes sowie einer säkularen, evolutionär-humanistischen Ethik/Politik" zu entwickeln und im gesellschaftlichen Mainstream zu verankern, wie es auch ihrem Beinamen "Stiftung zur Förderung des evolutionären Humanismus" entspricht.

Die Stiftung führt eigene Projekte durch und hat selbst weitere Einrichtungen gegründet, die sie bei der Erreichung dieses Ziels unterstützen sollen, wie z.B. die "Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland" (fowid), deren Leiter Carsten Frerk zum Siftungskuratorium gehört. Der Sozialwissenschaftler und Politologe stellte Ende 2003 auch den entscheidenden Kontakt zwischen Michael Schmidt-Salomon und Deschners Mäzen Herbert Steffen her. Im Beirat der Stiftung stoßen wir auf zwei weitere interessante Personalien. Dort finden wir zum einen den bekannten Zeichner und Autor Janosch ("O wie schön ist Panama"), zum anderen den Evolutionsbiologen Ulrich Kutschera, der bekennenden Christen von seiner sehr aktiven Rolle in der Auseinandersetzung um Evolutions- und Schöpfungslehre an Gießener Schulen im Herbst 2006 sowie bei - so Originalton Ulrich Kutschera - "Aktivitäten gegen die Kreationisten W. Gitt, S. Scherer, R. Junker" (Studiengemeinschaft Wort und Wissen e.V.) und gegen Vertreter des "Intelligent Designs" bekannt ist.

Stiftungs-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon gibt übrigens auf seiner eigenen Website an, daß er in einer "postfamilialen Familie" (2 biologische, 3 soziale Kinder und 3 weitere Erwachsene, wie er schreibt) lebt. Offensichtlich lebt er seine Ablehnung bekennenden Christseins und biblisch-christlicher Ethik und Anthropologie auch im Beziehungsbereich konsequent, in Antithese zur ehebasierten Familie - nach einem Lebenskonzept, das ich bei längerem Nachdenken immer wieder erschütternd finde.



12. März 2007, 09:42 - Warum so viel über Familienpolitik und Kinderbetreuung im Blog?

Ich muß selbst zugeben, daß ich im Blog zuletzt fast nur über Familienpolitik und Kinderbetreuung geschrieben habe. Warum? Weil in der Öffentlichkeit zu dieser Thematik durch Politiker, Medien und "Experten" in den letzten Tagen und Wocheni zum Zweck des Gesellschaftsumbaus ein wahres Trommelfeuer auf den persönlichsten Teil unseres Lebens, das Ehe- und Familienleben, eröffnet worden ist, so daß man kaum noch mit dem Lesen und Erfassen der Meldungen hinterherkommt und kaum noch zur Ruhe kommt. Jede Woche, ja beinahe jeden Tag wird "eine neue Sau durchs Dorf getrieben". Beinahe alles wird jetzt als Begründung dafür herangezogen, endlich Kinder auch aus noch intakten Elternhäsern heraus in den industrialisierten Erziehungsbetrieb überführen und sie um eine unbeschwerte Kindheit bringen zu können: Bildung, Chancengleichheit, Mithalten im globalen Wettbewerb, Demographische Wende, vollständige Erschließung des weiblichen Potentials für das Wirtschaftsleben, künftiger Arbeitskräftebedarf, Rentensicherung - und das in einem pausenlosen Staccato, as ob die Adressaten nicht mehr zur Ruhe kommen sollen.

Um so klarer wird mir, warum Paulus damals an Timotheus schrieb: "So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbittem und Danksagungen darbringe [...] für Könige und alle, die in hoher Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit" (1.Timotheus 2,1.2). Liebe Politiker, Professoren und Experten, die ihr euch als Sozialingenieure betätigt: Es ist genug. Bitte laßt unsere Kinder, Ehen und Familien ganz einfach in Ruhe, damit insbesondere wir als bekennende Christen Familienleben und Kindererziehung in Verantwortung vor dem lebendigen Gott und nach seinen Grundsätzen selbst gestalten können - wir wollen es.

An dieser Stelle darf auch noch einmal an den Artikel 6 Absatz 1 GG erinnert werden: "Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung". Sie dürfen nicht unterhöhlt oder zerschlagen werden, und mit ihnen darf nicht experimentiert werden - weder im Namen einer (totalitären) Ideologie, noch im Namen eines noch so hehren Ziels der Wissenschaftlichkeit.



12. März 2007, 09:27 - Frühkindliche Bindung wichtiger als frühkindliche Bildung

Und da ist sie wieder: Die Forderung nach Einführung einer allgemeinen Kindergartenpflicht, und zwar im Namen von Bildung und Chancengleichheit. Der "Aktionsrat Bildung" unter Führung des Präsidenten der Freien Universität Berlin, Dieter Lenzen, verlangt laut WELT ONLINE vom 08.03.2007 u.a. eine Kindergartenpflicht ab vier Jahren und die flächendeckende verpflichtende echte Ganztagsschule. Diesmal soll die Bildungsmisere das Argument liefern, damit Kinder ihre Eltern möglichst nur noch beim Frühstück, beim Abendessen und beim Schlafengehen sehen. Der Kinderalltag soll in einen Schraubstock von Terminen gepreßt werden, der auch die letzten Kinder um das Erlebnis einer unbeschwerten Kindheit bringt. Die deutsche "Bildungsmisere" kann jedoch damit nicht bekämpft werden, da sie völlig andere Ursachen hat.

Die Koordinatorin des Familiennetzwerks, die Kinderärztin und Familientherapeutin Maria Steuer (Hollern-Twielenfleth bei Stade) schrieb bereits Mitte Februar (Meldung der Nachrichtenagentur idea vom 11.02.2007) in einer Pressemitteilung, Fundament für die gesunde Entwicklung eines Menschen sei nicht die frühkindliche Bildung, sondern die frühkindliche Bindung. Diese werde durch die Abgabe der Kinder in Betreuungseinrichtungen gestört. Um es noch einmal klarzustellen: Es geht hier nicht um die Kinder, die aufgrund ihrer Familienverhältnisse zur Zeit kaum eine Alternative haben. Kernpunkt der Kritik ist, daß die Abgabe der Kinder in Betreuungseinrichtungen grundsätzlich als das der Erziehung im eigenen Elternhaus überlegene Modell propagiert und auf Kosten des letzteren nicht nur gefördert, sondern verpflichtend durchgesetzt werden soll.



08. März 2007, 22:57 - Unfaßbare Lügen über die eschatologische Hoffnung bekennender Christen

Derzeit werden in der Öffentlichkeit geradezu unfaßbare Lügen über die eschatologische Hoffnung bekennender Christen verbreitet, die uns auch hierzulande richtig, richtig gefährlich werden können. Die sichtbare Wiederkunft Jesu Christi in Macht und Herrlichkeit ist die zentrale Zukunftshoffnung der bekennenden Christenheit (das Predigen dieser Botschaft wird wegen ihrer großen Kraft von totalitären Regimen häufig verboten, so z.B. in der früheren DDR) und gehört allein schon aufgrund der Häufigkeit ihrer Erwähnung zu den Topthemen des Neuen Testaments. Jesus lehrte auch, daß seiner Wiederkunft eine Zeit des globalen Chaos, globalen Krieges und globaler Diktatur unmittelbar vorausgehen wird, in der die Gottlosigkeit der Menschheit ihren weltgeschichtlichen Höhepunkt erreichen wird; eine Zeit des Gerichts Gottes, in der die Menschheit ungeschützt ihrer eigenen Bosheit ausgeliefert sein wird. Prophetien aus Altem und Neuem Testament sagen einen Endkampf anti-göttlicher Mächte im Großraum Jerusalem voraus, das damit zum "Taumelbecher" und "Laststein für alle Völker" (Sacharja 12,2.3) wird, ferner, daß der wiederkommende Jesus persönlich in diesen Kampf eingreifen und ihn ganz allein für sich entscheiden wird. Bekennende Christen werden hingegen niemals dazu aufgefordert, Gottes Reich mit Gewalt durchzusetzen (Johannes 18,36; 2.Korinther 10,4), sondern werden dazu aufgefordert, in einer Zeit schwerster Verfolgungen den Glauben an Jesus zu halten (Offenbarung 14,12) und auch dann noch Böses mit Gutem zu überwinden (Römer 12,21).
In einer geradezu ungeheuerlichen Verdrehung behaupten nun einige, daß bekennende Christen durch Waffengewalt absichtlich das beschriebene apokalyptische Szenario herbeiführen wollen, daß sie es sind, die den Großraum Jerusalem aktiv in ein unvorstellbares Blutbad tauchen wollen.
Dies ist eine Rufmordkampagne, die von vergleichbarer Qualität ist wie die Behauptung der alten Römer, Christen würden beim Abendmahl Kinder töten.
Aus diesem Anlaß verweise ich auf folgenden Beitrag auf WWW.PERSECUTIO.DE, der sich mit der Entstehung von Christenverfolgung auseinandersetzt:

 "Wie Christenverfolgung entstehen kann" - Am Anfang steht eine Desinformationskampagne



08. März 2007, 21:12 - Stellungnahmen führender Persönlichkeiten der bekennenden Christenheit in Deutschland zur aktuellen familienpolitischen Debatte

idea Spektrum: Gastkommentar von Hartmut Steeb zur Familienpolitik (idea Spektrum, 07.02.2007, Auszug)

Wer derzeit innovative Familienpolitik sehen will, der muß nach Thüringen schauen. Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) und seine Mitstreiter kommen weg von der ideologischen Förderung der außerhäuslichen Kinderbetreuung wie sie extrem einseitig von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) propagiert wird. Wer seine Kinder selbst zu Hause erzieht, bekommt dafür in Thüringen einen Teil der sonst für die staatliche Kindererziehung notwendigen Subventionen ausbezahlt. [...]

Offenbar zieht man wenigstens im Freistaat Thüringen die richtigen Konsequenzen aus der Misere fehlender Kinder, aber auch aus Artikel 6 des Grundgesetzes, wonach Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz des Staates stehen und die Erziehung der Kinder in erster Linie "das Recht der Eltern" ist. Diese Richtung "weniger Staat, mehr Familie" ist die richtige Antwort auf die Misere des sonst ausbleibenden Nachwuchses. In Berlin setzt man dagegen auf die alten Konzepte, die ein Ja zum Kind seit Jahrzehnten verhütet haben. Unter der Hand wird aus der sogenannten Familienpolitik, wie schon unter der Vorgängerregierung, ein gezielter Umbau der Gesellschaft betrieben. [...]

Nicht Ehe und Familie werden gefördert, sondern die Sozialisierung der Erziehung. Der Staat bezahlt die "Ersatzmütter". Nur die Eltern, die selbst möglichst viel an Zeit und Kraft in die Kindererziehung stecken wollen, gehen leer aus. Geld statt Zeit ist die materialistische Ideologie des neuen Bildungskonzeptes Ganztagesbetreuung! Eine Ideologie, der man Gott sei Dank wenigstens in Thüringen etwas entgegensetzt.

Evangelische Allianz: CDU-Familienpolitik schreit zum Himmel (idea Spektrum, 26.02.2007, Auszug)

Die Pläne von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU), die Zahl der Krippenplätze für unter Dreijährige bis 2013 auf 750.000 zu verdreifachen, entzweien die beiden großen Kirchen. Während römisch-katholische Bischöfe teils scharfe Kritik an dem Vorhaben üben, unterstützen evangelische Kirchenleiter (der EKD, Torsten Narjes) das Projekt.

Die Deutsche Evangelische Allianz, die rund 1,3 Millionen Evangelikale repräsentiert, steht in dieser Frage an der Seite der katholischen Kritiker. Zu ihnen gehört der Augsburger Bischof Walter Mixa, der die Pläne der Familienministerin als "kinderfeindlich und ideologisch verblendet" bezeichnet hat. Wer mit staatlicher Förderung Mütter dazu verleite, ihre Kinder bereits kurz nach der Geburt in staatliche Obhut zu geben, degradiere die Frau zur "Gebärmaschine" und mißachte alle wissenschaftlichen Erkenntnisse über die besondere Mutter-Kind-Beziehung in den ersten Lebensjahren.

Allianz-Generalsekretär Hartmut Steeb (Stuttgart) teilt Mixas Kritik, die auch vom Kölner Kardinal Joachim Meisner unterstützt wird. Die Familie, in der sich ein Elternteil voll auf die häusliche Kindererziehung konzentriert, werde "mehrfach diskriminiert" und gehöre zu den "sozial-materiellen Verlierern", so Steeb gegenüber idea. Die staatlichen Subventionen würden einseitig auf Doppelverdiener ausgeschüttet. Die Transferleistungen flössen immer mehr in die außerhäusliche Betreuung, statt etwa in eine Erhöhung des Kindergelds. Die Vollzeit-Erziehenden verfügten auch kaum über eine Altersversorgung, weil sie für ihre Tätigkeit kein Gehalt bekommen hätten. Dafür bezahlten ihre Kinder später anderen die Altersversorgung. Steeb wirft der Union deshalb eine "zum Himmel schreiende Familienpolitik" vor. [...]

SELK: Lutherische Freikirche kritisiert Krippenpläne (idea Spektrum, 01.03.2007)

In die Kritiker der Krippenpläne von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat sich jetzt der Bischof der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), Hans-Jörg Voigt (Hannover), eingereiht. Er befürchtet, daß die traditionelle Familie abgewertet wird.

Die CDU-Politikerin will die Zahl der Betreuungsplätze für unter Dreijährige bis 2013 auf 750.000 verdreifachen. Kritik an den Plänen kommt auch von Familienverbänden, der Deutschen Evangelischen Allianz und der katholischen Kirche. Die Ministerin lege den Müttern indirekt nahe, Kinder möglichst früh aus dem Haus zu geben, schreibt Voigt im Internetdienst SELK-News. Die Familie als Schutzraum der frühkindlichen Entwicklung werde damit zur Disposition gestellt. Dabei sei gerade in den ersten Lebensjahren die emotionale und psychische Bindung der Kinder an die Mutter durch nichts zu ersetzen. Mütterliche Familienarbeit müsse ebenso gefördert werden wie eine außerhäusliche Kinderbetreuung. Gerade vom Mitglied einer C-Partei erwarte er, den Handlungsbedarf zu sehen, schreibt der Bischof. Er verweist auch auf die Feststellung von Bundespräsident Horst Köhler, daß ein Facharbeiter in Deutschland seine Familie kaum noch allein ernähren könne. Voigt plädiert für einen Förderbetrag für alle Eltern. Die Politik solle sie darüber entscheiden lassen, ob sie Kinder selbst erziehen oder eine Betreuung in Anspruch nehmen wollen. Die SELK hat rund 37.000 Mitglieder.

Vereinigung Evangelischer Bekenntnisschulen: Staat als Familienersatz? (idea Spektrum, 07.03.2007, Auszug aus einem Interview mit dem Vorsitzenden der Vereinigung Evangelischer Bekenntnisschulen, Berthold Meier)

[...]

idea: In der Politik hat sich die Meinung durchgesetzt, außerhäusliche Betreuung und Bildung könnten gar nicht früh genug beginnen. Setzt hier die Hausschulbewegung nicht einen wohltuenden Gegenakzent?
Meier: Wir sind mit vielen Vertretern der Hausschulbewegung darüber besorgt, daß professionelle gesellschaftliche Einrichtungen zunehmend zum Familienersatz werden. Für viele Kinder ist damit ein starker Liebes- und Geborgenheitsverlust und auch Sinnverlust verbunden. Professionelle Kräfte können auch mit maximalem Einsatz Vater und Mutter nicht ersetzen. Es ist eigentlich ein Merkmal von totalitären Systemen, wenn sich Staat und Gesellschaft an die Stelle der Familie setzen.



08. März 2007, 04:11 - Forum "Christ und Politik" (Ev. Allianz, Konrad-Adenauer-Stiftung)

Vom 28.-30. März 2007 laden die Evangelische Allianz Deutschland und die Konrad-Adenauer-Stiftung zum zweiten Forum "Christ und Politik" ein, auf dem es um Themenfelder im Schnittpunkt von Politik und bekennendem Christsein geht. Als Referenten vorgesehen sind sowohl Politiker aus CDU und Bundesregierung als auch führende Vertreter der Evangelischen Allianz, die auch die Anmeldungen zu dieser Veranstaltung entgegennimmt.



06. März 2007, 03:52 - Was Eberhard Mühlan bereits 22 Jahre vor Walter Mixa sagte

Der bekannte christliche Familienpädagoge Eberhard Mühlan schreibt in seinem bereits 1985(!) erschienenen Buch "Kinder in der Zerreißprobe":

Der "Zweite Familienbericht der Bundesregierung" (1975!) akzentuiert noch stärker, daß es um eine möglichst frühe Ablösung und Verselbständigung des Kindes von Personen geht, mit denen es bisher vornehmlich zusammen war. Unter dem Abschnitt "Familie und Sozialisation" ist zu lesen: "Es gibt kein Recht, die künftige Generation auf bestimmte Konfessionen und Parteien festzulegen". Das gilt für die Familienerziehung - wohlgemerkt!
Immer mehr führende Erziehungswissenschaftler wenden sich gegen das bestehende Elternrecht. Der Darmstädter Professor H. J. Gamm, ein radikalmarxistischer Erziehungswissenschaftler, spricht sich in seinem Buch "Kritische Schule" entschieden und offen gegen das Elternrecht aus. Er steht mit folgender Forderung nicht allein da: "Alle gesellschaftlichen Gruppen, nicht etwa nur ihre mächtigsten, haben letztlich das höhere Anrecht auf die Kinder als ihre vielfach befangenen Eltern, die für die Elternrolle nicht qualifiziert sind".
Gibt es da noch Mißverständnisse? Wir Eltern sind befangen und unqualifiziert! Das höhere Anrecht auf die Kinder hat die Gesellschaft mit ihren Gruppen!
Der schon zitierte J. Habermas drückt es so aus: "Erziehung der Kinder ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe besonderer Art und Bedeutung. Die Wahrnehmung dieser Aufgabe überträgt unsere Gesellschaft Familien und außerfamiliären Einrichtungen".
Wenn man diese Zitate aufmerksam liest, verschlägt es einem fast der Atem: Eltern werden zu Gebärfabriken. Die Kinder gehören der Gesellschaft, die großzügigerweise gewisse Erziehungsaufgaben an die Eltern oder an staatliche Einrichtungen verteilt.
Möge Gott uns helfen, daß solche Kräfte nie das Sagen in unserem Land bekommen; die Tendenz ist schon bedrohlich genug. Keine Bundesregierung - weder die letzte noch die jetzige - hat solchen Aussagen widersprochen. Aber wir Christen dürfen nicht in Passivität verharren. Einmal gilt es, für eine gottesfürchtige Regierung zu beten (1.Tim. 2,1-3). Und dann dürfen wir nicht schweigen, sondern müssen die Wahrheit sagen.
Kinder sind eine Gabe Gottes an uns Eltern. Sie sind weder das Eigentum der Gesellschaft noch ein Besitz der Eltern. Sie sind Eigentum ihres Schöpfers und uns Eltern für die Jahre ihrer Unmündigkeit anvertraut, damit wir sie erziehen und anleiten, ein gottesfürchtiges Leben zu führen.
Diese Wahrheit zeigt uns die hohe Verantwortung für unseren Erziehungsauftrag auf und muß zu Konsequenzen führen. Gott wird uns später einmal fragen, was wir mit den Kindern gemacht haben, die er uns anvertraut hat. (Eberhard Mühlan, Kinder in der Zerreißprobe, 6.Aufl. 1991, S.46 f.; Hervorhebungen durch Torsten Narjes)

Bereits 22 Jahre vor Walter Mixa warnt Eberhard Mühlan vor familienpolitischen Konzepten, die Eltern zu "Gebärmaschinen" und "Kinderproduzenten" degradieren, indem der Gesellschaft das Erstverfügungsrecht über ihre Kinder zugesprochen wird, welche dementsprechend von klein auf gesellschaftlichen Betreuungseinrichtungen zu übergeben sind, was die Befürworter dieser Konzepte mit Maßnahmen finanziellen, politischen und öffentlichen Drucks auf die Eltern erreichen wollen, solange sich dies (noch) nicht gesetzlich durchsetzen läßt.

Damit wird nicht nur dem Elternsein, dem Kindsein und dem Familie-Sein Menschenwürde, Menschlichkeit und Geborgenheit geraubt - nein, es geht um viel mehr. Die Diktion bestimmter Politiker und Journalisten verrät, daß es ihnen auch nicht einfach um eine Verbesserung des Kinderbetreuungsangebots für diejenigen geht, die aufgrund ihrer Lebenssituation keine Alternativen zur Kinderfremdbetreuung haben. Vielmehr dienen ihnen bestimmte Entwicklungen der letzten Jahre wie die bekannt gewordenen Fälle von Kindesvernachlässigung, die unverkennbare Bildungsmisere und die Angst vor der Entstehung von "Parallelgesellschaften" als Vorwand, um das langgehegte Etappenziel zu erreichen, endlich legitimiert auf breiter Front in die Sphäre noch intakter Familien einbrechen und mittels gesellschaftlicher Betreuungseinrichtungen die Hoheit über die Kindererziehung (Olaf Scholz (SPD): "Hoheit über die Kinderbetten") erlangen zu können. Bereits heute wird eigen-erziehenden Familien immer häufiger vorgeworfen, daß sie ihren Kindern das wertvolle professionelle qualifizierte pädagogische Potential dieser Einrichtungen vorenthielten - man erhöht den gesellschaftlichen Druck auf sie, damit auch sie endlich die gesellschaftlichen Kinderbetreuungsangebote annehmen.

Dies ist ein wichtiger Bestandteil eines ganzen Maßnahmenpakets zur massiven Schwächung der eigen-erziehenden ehe-basierten Familie, für das Sozialingenieure nun ausgerechnet in der Notwendigkeit zur Erzielung der demographischen Trendwende einen neuen öffentlichkeitswirksamen Rechtfertigungsgrund gefunden haben, und zwar durch die empirisch aufgrund falscher Interpretationsmethoden gewonnene Behauptung des "Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung", daß für eine nachhaltige Steigerung der Geburtenrate die konsequente Förderung von lediger Mutterschaft, freien Beziehungen und Ganztagskinderbetreuung ab dem 1.Lebensjahr auf Kosten von Ehe und ehe-basierter Familie erforderlich sei ( Kinderreichtum durch Bekämpfung der klassischen ehe-basierten Familie?).

Angesichts des vorgelegten Maßnahmenkatalogs fühlt man sich schnell an die Handschrift jener umfassenden gesellschafts- und familienverändernden Agenda erinnert, die hinter allen Plänen zu einer durchgreifenden Vergesellschaftung der Kindererziehung und einer nachhaltigen Schwächung der eigen-erziehenden ehe-basierten Familie steht: Es ist die Agenda der "kritischen Theorie" der "Frankfurter Schule", zu deren geistigen Vätern neben Max Horkheimer und Theodor Adorno der bereits oben erwähnte, zur sogenannten "verfassungsloyalen Linken" gerechnete Sozialphilosoph Jürgen Habermas zu zählen ist. Erklärtes Ziel dieser Ideologie ist, durch Erlangung eines Monopols über die Erziehung der nächsten Generation Ehe und eigen-erziehende ehe-basierte Familie als strukturbildendes Element unserer Gesellschaft in einem jahrzehntelangen Prozeß zu beseitigen, da sie durch die Geborgenheit, die sie vermitteln, und ihre immer noch zentrale Rolle beim Großziehen der nächsten Generation als die fundamentalen Hindernisse für die Schaffung einer "gerechten" Gesellschaft der "totalen Gleichheit" (bei der es sich in Wirklichkeit um unmenschliche totalitäre Gleichmacherei handelt) angesehen werden. Dank der allgemeinen Orientierungs- und Ratlosigkeit waren die Möglichkeiten, diese Agenda im gesellschaftlichen Mainstream zu implementieren, noch nie so "günstig" wie heute.



05. März 2007, 21:31 - Christliches Zentrum Frankfurt: "Land meiner Väter"

Acht Jahre nach Erscheinen habe ich es tatsächlich mal geschafft, mir die CD "Land meiner Väter" vom Christlichen Zentrum Frankfurt zu besorgen. Und angesichts der aktuellen unsäglichen Debatten über Ehe, Familie, Kleinstkinderbetreuung und Rede- und Denkverbote in unserem Land war ich tief getroffen durch die Zeilen dieses Liedes und ihre brennende Aktualität, so daß ich dies auch als mein persönliches Gebet weitergeben möchte:

"Ich möchte ein Land sehen, durch das ein Strom des Lebens geht,
uns aus dem Koma aufweckt und ein Wind der Freiheit weht [...]
Ich flehe Dich an: Heile mein Land, das Land meiner Väter!
Ewiger Gott, heile mein Land, das Land meiner Väter!
Komm mit Deiner Liebe in unser Land!"



05. März 2007, 08:40 - Deutschland im Koma der "Political Correctness"

Es ist einfach unglaublich, wie dieser Tage die Debatte um Familienbilder, Kleinstkinderbetreuung und Emanzipation verläuft - beziehungsweise was daran über unsere Gesellschaft deutlich wird. Einen echten Wettstreit von Weltanschauungen, Argumenten und Konzepten scheint es im öffentlichen Diskurs nicht mehr zu geben. Bestimmte Intellektuelle, Politiker und die Kommentatoren der Mainstream-Medien demonstrieren uns, wie die "korrekte" Meinung auszusehen hat. Die Wahrheit darf nicht angesprochen werden; wahr ist vielmehr das, "was der Gesellschaft nützt", d.h. was uns jenem Verständnis von "Gerechtigkeit" näherbringt, das nur durch den leicht formbaren, kollektivierten, bindungslosen Einheitsmenschen verwirklicht werden kann. Kaum warnt ein Nonkonformist wie der katholische Bischof Walter Mixa vor der "Industrialisierung" und Entmenschlichung von Kindsein, Elternsein und Kindererziehung durch die Propagierung der Vergesellschaftung der Kleinkindererziehung, die Mütter zu reinen Kinderproduzenten für die Gesellschaft machen würde, geht prompt ein hysterischer Aufschrei der Empörung durch die gesamte Republik, dreht man ihm das Wort geradezu im Mund um, indem man ihm eine Beleidigung erwerbstätiger Mütter unterstellt, die er niemals gesagt noch gemeint hatte (läßt man seine Äußerungen unvoreingenommen Revue passieren, so merkt man, daß er nicht Menschen, sondern eine bestimmte Ideologie angreift), fordern Politiker bestimmter Couleur (trotz der organisatorischen Trennung von Kirche und Staat!) seinen Amtsrücktritt. In der WELT vom 23. April 2005 lobte der Berliner Medienwissenschaftler Norbert Bolz gar diese infantile emotional-hysterische Ansprechbarkeit unserer Gesellschaft und meinte, jeder Wert in der heutigen Gesellschaft hätte nun sein "Alarmsystem". In Wirklichkeit handelt es sich aber um an die Stelle ursprünglicher Disputbereitschaft getretene Denk- und Redeverbote, die zeigen, daß die deutsche Gesellschaft bereits ins Koma der "Political Correctness" gesunken ist.



03. März 2007, 00:41 - Europa auf dem Weg in eine neue totalitäre Ideologie

Erst kürzlich habe ich den Februar-Europabrief der Initiative "Europa für Christus" gelesen, der die gegenwärtige ideologische Situation Europas so treffend beschreibt, daß ich hier einen Auszug aus diesem Brief wiedergeben möchte:

"'Endlich leben wir in einer Zeit ohne Ideologie!', denken heute die meisten. Ist es wirklich so? Oder sind die Ideologien im heutigen Europa nur schwerer erkennbar?

Eine Ideologie hat unter anderem folgende Charaktereigenschaften: Erstens hält man um jeden Preis an ihr fest, auch wenn die Fakten dagegen sprechen. Zweitens versucht man diese Fakten durch Totschweigen oder Propaganda zu vertuschen. Drittens werden historische Tatsachen der Ideologie entsprechend 'angepasst'. Viertens, Kritiker werden geschickt ins Abseits gedrängt oder gar mundtot gemacht.

Erinnert uns dies nicht an einige europäische Debatten, die uns Christen wichtig sind? [...]"

Auf der Website von "Europa für Christus" ist der vollständige Europabrief zu finden. Die hier wiedergegebene Charakterisierung totalitärer Ideologien trifft nicht nur auf die dort erwähnte Abtreibungsthematik zu, sondern auf das gesamte auf "Neuer Toleranz", säkularem Humanismus und einer vom französischen Demographen Gerard-Francois Dumont "Monoikismus" genannten extremen Auffassung von der Gleichartigkeit aller Individuen fußende ideologische Gedankengebäude. Im Namen einer aus dieser Ideologie entspringenden fehlgeleiteten Auffassung von Gerechtigkeit droht uns tatsächlich ein neuer Totalitarismus. In meinem Artikel

 Warum eine Initiative "Lebenswertes Land"?

mache ich darauf aufmerksam, daß der hieraus gespeiste Generalangriff auf das biblisch-christlich geprägte Bild von Ehe und Familie, Kinder- und Geschlechtererziehung uns in eine unmenschliche, kollektivierte Zwangsgesellschaft führen wird.



02. März 2007, 23:45 - DER SPIEGEL wiederholt falsche demographisch-familienpolitische Thesen des Berlin-Instituts

Der dieswöchige Beitrag des SPIEGELs zur familienpolitischen Debatte, das Heft mit dem bezeichnenden Titel "Der vergoldete Käfig", enthielt genau das, was ich entsprechend der ideologischen Ausrichtung des Hauses beim bloßen Anblick des Heftes vermutet habe: nämlich eine Wiederholung der falschen demographisch-familienpolitischen Thesen des "Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung", die ein einziges Plädoyer für die von Staats wegen voranzutreibende massive Schwächung der eigenverantwortlich erziehenden ehe-basierten Familie und die gleichzeitige Förderung von lediger Mutterschaft und Ganztagskinderbetreuung ab dem 1.Lebensjahr sind. Zu eben dieser Agenda des Berlin-Instituts habe ich unter der Rubrik "Zeitgeschehen geistlich gesehen" bereits im Frühjahr/Sommer 2006 den kritischen Beitrag

 Kinderreichtum durch Bekämpfung der klassischen ehe-basierten Familie?

erarbeitet und veröffentlicht.



02. März 2007, 09:52 - CGHH: Predigtreihe "Liebe in Aktion" jetzt komplett im MP3-Format

Bei uns in der Christus-Gemeinde Hamburg (CGHH) haben wir am letzten Sonntag die Predigtreihe zu dem von mehreren Bremer Christen geschriebenen Buch "Liebe in Aktion" abgeschlossen. Seit gestern liegt die gesamte Predigtreihe auf der CGHH-Website im MP3-Format vor. Besonders die erste und die letzte Predigt möchte ich empfehlen (Achtung: 30 bzw. 7 MB!).



02. März 2007, 09:42 - Evangelische Allianz zur Familienpolitik in Deutschland

Hartmut Steeb, Generalsekretär der Deutschen Ev. Allianz, hat vor wenigen Tagen einen exzellenten Kommentar zur familienpolitischen Situation in Deutschland verfaßt, den ich auf der Website der Initiative Lebenswertes Land hinterlegt habe:

 Warum wir einen Paradigmenwechsel in der Familienpolitik brauchen

Hartmut Steeb steht damit nicht allein. Zahlreiche Familienmütter und -väter haben sich in der schier unglaublichen, von einer geradezu hysterisch anmutenden Political Correctness dominierten Debatte der letzten Tage mit Leserbriefen und Foreneinträgen zu Wort gemeldet und wehren sich gegen eine Agenda, die durch unaufhörliche Propagierung der Vergesellschaftung der Kindererziehung Kindsein, Elternsein und Kindererziehung entmenschlicht und durch wirtschaftliche Austrocknung und gesellschaftlichen Druck auf die Demontage der eigenverantwortlich erziehenden ehe-basierten Familie zielt. Erfreulicherweise gibt es inzwischen mit dem Familiennetzwerk eine breite Basisbewegung, die sich gegen einen weitergehenden gesellschaftlichen Zugriff auf die Familie zur Wehr setzt und sich weigert, die Familie zum Experimentierfeld von Ideologen und Sozialingenieuren werden zu lassen (Weitere empfehlenswerte Links finden sich beim Bündnis für Ehe und Familie). Traurig ist nur die Reaktion der Mainstream-Medien auf vorgebrachte Argumente, Kritiken und Stellungnahmen von Initiativen und Einzelpersonen: Häme von SPIEGEL und taz, hysterische Empörung bestimmter Politiker, Abschneidung des Wortes in Talk-Runden, Ignoranz, "wir können nicht in die 60er-Jahre zurück" - aber keine Auseinandersetzung in der Sache.



01. März 2007, 00:20 - Brian Doerksen im Mai in Hamburg

Wer es noch nicht weiß: Brian Doerksen gibt am 18. Mai um 20:00 Uhr ein Konzert in der dann neu eröffneten ARCHE-Halle in Hamburg-Stellingen, Doerriesweg 7. Ich freu mich drauf!



27. Februar 2007, 01:23 - Fliegendes Spaghettimonster: Bitterböse Parodie mit Hintersinn

Vor wenigen Tagen bin ich in den Weiten des World Wide Webs auf die "Erste Vereinigte Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters (FSM) in Deutschland" und ihre "Anhänger" gestoßen. Hierbei handelt es sich nicht um einen wirklichen Kult - die spaßig wirkenden "Anhänger", die sich auch als "Pastafari" bezeichnen, sind vielmehr säkulare materialistisch-humanistische Atheisten, denen vor allem das öffentliche Bekenntnis entschiedener Christen zum Schöpfergott und gegen die Evolutionstheorie ein Dorn im Auge ist.

Das Ganze ist eine bitterböse Parodie auf Jesus Christus und bekennendes Christsein und soll den Glauben an Jesus und den erfundenen FSM-Glauben als von gleicher Qualität und Irrelevanz für Entscheidungen und Aktivitäten in den Bereichen öffentliches Leben, Politik, Gesellschaft, Schule und Wissenschaft darstellen. Die parodistischen Elemente umfassen dabei das Ersetzen bildlicher Darstellungen von Jesus und Gott in Fotos von Gemälden alter Meister (z.B. "Das letzte Abendmahl") durch das nudelig-fleischklößige Spaghettimonster, eine FSM-Parodie auf den Ichthys-Aufkleber, die Ersetzung der Bekräftigung "Amen" durch "rAmen" (Ramen ist eine japanische Nudelsorte bzw. ein daraus hergestelltes Suppengericht), ein parodiertes Vaterunser, ein parodiertes Glaubensbekenntnis sowie die Existenz von lokalen FSM-"Gemeinden" - regionale FSM-Websites von Gruppen in mehreren deutschen Städten, u.a. auch in Hamburg.

Mit dieser Parodie sollen bekennende Christen, die öffentlich den Gott der Bibel als Schöpfer proklamieren, die Schöpfung als reales historisches Geschehen verstehen und deshalb in Forschung und Lehre betrachten, einerseits verunglimpft und lächerlich gemacht werden. Hauptziel und Hintersinn dieses Parodiekults - und auch der Grund, warum er im Juni 2005 in den USA erfunden wurde - ist jedoch, bekennende Christen mit Funktionen im Erziehungs- und Bildungswesen möglichst daran zu hindern, die Evolutionstheorie öffentlich zu hinterfragen und auf Schöpfungstheorien einzugehen, indem man gegenüber Behörden und Öffentlichkeit den Glauben an Jesus als genauso absurd wie den FSM-"Glauben" darstellt.

Mehrere FSM-Websites weisen auf christliche Veranstaltungen und Organisationen hin, natürlich nicht als Werbung, sondern um die "Aktivitäten des Gegners" zu dokumentieren, nach dem Motto "Keine Angst, wir passen auf...". Zu den Organisationen und Initiativen, die in diesem Zusammenhang Erwähnung finden, gehören u.a. die Evangelische Allianz, die SMD, der Christliche Medienverbund KEP, Mütter in Kontakt, Christen im Schuldienst, natürlich Wort und Wissen - und sogar das christliche Musiklabel zwo3.net.

Nach dem relativ stürmischen Beginn im Herbst 2005 scheinen die Aktivitäten der FSM-"Gemeinden" inzwischen spürbar nachgelassen zu haben. Die bundesweite Zahl der Mitglieder liegt nach eigenen Angaben nur bei 30-35 (Quelle: fudder.de), die Medienwirkung war dem gegenüber jedoch enorm. Die neueste Gründung scheint die FSM-"Kirche" Berlin-Brandenburg zu sein. Vereinszweck: Förderung "wissenschaftlicher" Weltanschauungen...



11. Oktober 2006, 21:38 - Ev. Allianz antwortet auf meinen Gästebuch-Eintrag

Angesichts der in den deutschen Massenmedien aktuell laufenden Desinformationskampagne über bekennendes Christsein verfaßte ich am 27. September folgenden Eintrag im Gästebuch der Website der Ev. Allianz Deutschland:

In der letzten Zeit, namentlich in den letzten drei, vier Jahren, ist der Druck einflußreicher Personen und Organisationen aus den Bereichen Medien, Politik und Öffentlichkeit auf bekennende Christen, ihren Glauben, ihre Überzeugungen und logische Schlußfolgerungen daraus nicht mehr öffentlich zu äußern, signifikant gestiegen (Nach der ARTE-Sendung über "christliche Fundamentalisten" drohen Lehrern, die Evolutionstheorie und Alternativmodelle gleichberechtigt zur Diskussion stellen, mittlerweile Sanktionen). Wie wird dieses Thema innerhalb der Evangelischen Allianz gesehen bzw. diskutiert, und ist geplant, sich stärker und wirkungsvoller als bisher in die öffentliche Debatte einzuschalten, insbesondere angesichts des stark verzerrenden Bildes, das die Medien nun beinahe täglich von uns bekennenden Christen zeichnen?

Hierauf antwortete Hartmut Steeb am 10. Oktober:

Herzlichen Dank für Ihre Anfrage. Wir bemühen uns nach Kräften, diesen zum Teil polemischen Kritiken entgegenzutreten. Dies geschieht durch Interventionen bei Politikern, Presseerklärungen, Briefe an Medien usw. Zum Teil - gerade auch etwa nach der ARTE-Sendung - haben wir das auch auf unserer Homepage eingestellt (www.ead.de). Und wir werden demnächst auch mit Angeboten für Leserbriefschreiben an unsere Freunde herantreten, weil ganz besonders wichtig ist, daß sich viele engagieren. Für konstruktive Vorschläge, was noch möglich ist, sind wir offen. So viel wir mit unserem kleinen Team und den begrenzten finanziellen Ressourcen tun können, wollen und müssen wir tun.



10. Oktober 2006, 00:30 - Antichristliche und christenfeindliche Auto-Aufkleber

Der bekannte Ichthys-Fisch, der christliche Fisch-Aufkleber in seinen zahlreichen Formen und Variationen (z.B. mit einem bunten Schriftzug JESUS in seinem Inneren), der sich als Bekenntnis- und Erkennungssymbol bekennender Christen an zahlreichen Autos findet, blieb lange von der "Verarbeitung" als zitiertes Motiv in antichristlichen Aufklebern verschont. 1998 sah ich in Kiel an einem VW Golf erstmals einen antichristlichen Fisch-Aufkleber: Ein (in bewußtem Gegensatz zu den meisten Ichthys-Aufklebern) nach rechts weisender Fisch nach Ichthys-Art mit dem Schriftzug SATAN in seinem Inneren. Ein Freund meinte damals zu mir: "Ich dachte, die Satanisten wären origineller".

In Hamburg sind mir in den vergangenen Jahren weitere antichristliche Autoaufkleber aufgefallen. Darunter war ein ebenfalls nach rechts weisender Fisch nach Ichthys-Art, diesmal mit dem Schriftzug DARWIN in seinem Inneren und mit nach rechts weisenden Füßchen unter dem Fischkörper, in Anspielung auf die evolutionstheoretisch postulierte Entwicklung der Landwirbeltiere aus den Fischen.

Andere glauben, daß Christen Menschen sind, die ihren Verstand irgendwo an der Garderobe abgegeben haben und das Denken durch "Glauben" ersetzt haben - worunter sie offenbar eine Art unmündiges "Nicht-Denken" oder "Nicht-Wissen" verstehen - und haben diesen Aufkleber kreiert: Ein durchgekreuzter Ichthys-Fisch mit der Unterschrift "denken statt glauben".

Autoaufkleber: denken statt glauben

Während die vorstehend beschriebenen Aufkleber Ausdruck der Ablehnung bzw. Verspottung des Glaubens an Jesus Christus sind, registriere ich seit einiger Zeit das Aufkommen einer anderen Art von Aufklebern, die eine direkte Christenfeindlichkeit zum Ausdruck bringen, indem sie mit der dargestellten Symbolik Christen durch subtile und offene Drohungen verhöhnen. So sind mir in Hamburg an einem VW-Bus und an einem VW-Kombi Aufkleber begegnet, die darstellen, wie ein Ichthys-Fisch von einem sich die Zunge leckenden Piranha bzw. Hai gejagt wird.

Autoaufkleber: Piranha jagt Ichthys-Fisch

Eine andere Variante habe ich an einem Fiat-Transporter gefunden: Dort hat ein Rabe einen Ichthys-Fisch gefangen, während ein zweiter Rabe seinen Schnabel am Fisch ansetzt.

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